Die Atem Meditation

Kommen wir mit dem Reinfühlen nicht mehr weiter, dann können wir eine Atem Meditation einlegen, welche auf einer tiefen Bauchatmung beruht. Durch diese wird unser Organismus mit Sauerstoff geflutet und es werden Prozesse in Gang gesetzt, welche die Abwehrmechanismen schwächen und so die unbewussten Inhalte ins Bewusstsein gelangen können. Dadurch können wir mit dem Reinfühlen fortfahren und die Inhalte weiter integrieren.

Voraussetzungen

- Die Grundlagen zum Reinfühlen und praktische Erfahrungen damit.
- Keine Schwangerschaft und die körperliche Eignung.


Aufgrund möglicher tiefer Erfahrungsinhalte empfehle ich für die ersten Sitzungen einen erfahrenen Mentor hinzuzuziehen, welcher uns dazu vorbereitet und uns dabei begleitet.

Die Beisitzer

Damit uns das Einhalten der goldenen Regel leichter fällt, können uns Menschen auf unseren Sitzungen beistehen.


Die Aufgaben der Beisitzer:

 

Die Sicherung des Ritual-Platzes


Beispiele:


- Abfangen eines unerwarteten Besuchs
- Nachlegen von Brennmaterial bei einem Holzofen

 

Körperliche Unterstützung

 

Beispiel:


- Das Reichen einer Trinkflasche

 

Mentale Unterstützung

 

In schwierigen Phasen der Sitzung oder wenn die Tendenz besteht, dass sich der Anwender anfängt, gegen seinen inneren Prozess zu wehren, können die Beisitzer zur Unterstützung ihre Hand auf seinen Arm legen und ihm so Beistand suggerieren. Um eine mögliche Ablenkung zu verhindern, sollte diese nur so lange dort bleiben, bis er sich wieder selbstständig seinen inneren Themen öffnen kann.

Körperkontakt, der vom Anwender ausgeht


Aufgrund seelischer Prozesse kann sich beim Anwender das Bedürfnis nach Körperkontakt zum Beisitzer einstellen. Als Teil des therapeutischen Prozesses, sollten wir diesem stets stattgeben.


Keine verbale Kommunikation


Damit der Anwender nicht von seinem inneren Prozess abgelenkt wird und die goldene Regel einhalten kann, sollte während der gesamten Sitzung keine verbale Kommunikation zwischen ihm und den Beisitzern stattfinden. Gerade in Phasen der Sitzung, in denen er augenscheinlich schwierige Prozesse durchmacht, sind die Beisitzer dazu angehalten, nicht in den inneren Prozess des Anwenders einzugreifen und ihn seiner Selbstheilung zu überlassen. Dies kann sehr schmerzhaft sein, ist aber im Sinne der goldenen Regel und der damit verbundenen Sicherheit und Heilsamkeit der Methoden unumgänglich. Dazu muss die Sitzungssituation eintrainiert werden.


Spirituelle Unterstützung


Während der Anwender seine Reise unternimmt, müssen wir mental auf ihn aufpassen. Kommen dabei seelische Themen in uns als Beisitzer hoch, dann können wir in Phasen, in denen er unsere aktive Präsenz nicht benötigt, die Augen selber schließen und Reinfühlen. So können wir mögliche kollektive Themen transformieren und den Anwender auf seiner Reise unterstützen.


Grundvoraussetzungen an die Beisitzer

 

Weil bei der Beisitzer-Tätigkeit bereits kleine Verfehlungen eine große Auswirkung haben können, bedarf es dazu Empathie, Fachwissen und viel Erfahrung. Eine Ausbildung dazu besteht aus Selbsterfahrungen mit den Methoden, einem Wissenstransfer und eigenen Erfahrungen als Beisitzer.

Das Erlebnis-Malen


Das Malen von Erfahrungen hilft uns, sie zu verarbeiten.


Musik die emotional berührend ist, kann dabei fördernd und unterstützend wirken.


Dazu können wir z.B. einen großen Malblock und Buntstifte verwenden.

Das Gemalte können wir aufhängen und erst wieder abnehmen, wenn es für uns keinerlei Bedeutung mehr hat.


Fasten


Durch Fasten werden die psychologischen Abwehrmechanismen geschwächt und das Einhalten der goldenen Regel erleichtert.


Dieses besteht aus:


- Nichts essen, aber ausreichend trinken. (12 - 24 Stunden vor der Sitzung)


Sehr intensivem Hungergefühl können wir mit Früchten, Fruchtsäften, einer klaren Suppe oder Tee begegnen.


- Keine Rauschdrogen (mind. eine Woche vor der Sitzung)


Der nüchterne Zustand macht uns empfänglicher für innere Themen, was den Heilungs-Prozess nährt.


- Sexuelle Enthaltsamkeit (4-5 Tage vor der Sitzung)


Dadurch wird unser inneres Tier gestärkt und wir kommen in unsere Kraft, wodurch das Einhalten der goldenen Regel  erleichtert wird.


Die Atem-Meditation


Fasten


Damit die Atem-Meditation ihr volles Potential entfalten kann, sollten wir, wie vorherigen Kapitel beschrieben, davor fasten.


Vorbereitung


Für eine Atem-Meditation benötigen wir:


- Bequeme Liegemöglichkeiten, Kopfkissen und Decken


- Für die Atmenden: ein Tuch, welches wir zur Verdunkelung über die Augen legen, um eine nach innen gekehrte Reise zu unterstützen.


- Für eine musikalische Unterstützung oder eine geführte Atem-Meditation können wir ein Audio-Abspielgerät herrichten.


- Damit wir von äußeren Sinnes-Eindrücken nicht abgelenkt werden und der innere Prozess besser zu Tage treten kann, sollten wir nach Möglichkeit den Raum abdunkeln.


Die Atem-Phase


Die Atem-Meditation findet wenn möglich im Liegen statt. Während der gesamten Meditation halten wir die Augen geschlossen und bleiben wie beim Reinfühlen geistig nach innen gekehrt. Damit wir uns mental von äußeren Sinnes-Eindrücken abschotten können und der innere Prozess zu Tage treten und ablaufen kann, hilft es ein Tuch über die Augen zu legen und zusätzlich den Raum abzudunkeln.


Die Atem-Technik


So tief wie möglich einatmen und die eingeatmete Luft so schnell und kraftvoll als möglich wieder komplett heraus-pressen. Zwischen dem Ein- und Ausatmen sowie den einzelnen Wiederholungen machen wir keine Pausen. Die Atem-Frequenz sollte dabei wie beim Sport so weit ansteigen, dass die Übung körperlich anstrengend wird. Dies können 5 bis 10 Atemzüge in 10 Sekunden sein. Wie lange wir atmen, ist individuell. 30 bis 45 Minuten haben sich als einen guten Einstiegswert herausgestellt.

 

Die geführte Atem-Meditation 


Besonders auf unseren ersten Sitzungen kann es hilfreich sein, wenn der Atem-Rhythmus vorgegeben wird. Dazu können wir auf speziell dafür produzierte Audio-Aufnahmen zurückgreifen. Wie z.B. auf das Album „Ananda Mandala“ von Sri Krishnaraj (Chakra Meditation)


Erfahrungsinhalte


Mit den Erfahrungen, die durch die Atem-Meditation ausgelöst werden, können u. A. Gefühle, psychosomatische Symptome, Bilder und Erinnerungen einhergehen. Dabei ist es wichtig, dass wir die Erfahrung als Ganzes zulassen. Dazu ist es notwendig, die Kontrolle und uns selbst komplett aufzugeben und passieren zu lassen was passiert (Die goldene Regel).


Motivation


Da eine Atem-Meditation bei intensiver Ausübung körperlich sehr anstrengend werden kann, benötigen wir hierfür eine gewisse Hingabe. Diese können wir aus der Motivation beziehen, dass wir die Anstrengung als Opfer für unsere Heilung sehen.


Mögliche Nebenerscheinungen


Symptome wie Kribbeln, ein energetischer Strom, der durch den Körper fließt, das Verkrampfen der Glieder und die Veränderung des Bewusstseins sind auf die beschleunigte Atmung zurückzuführen und verschwinden mit dem Zurückkehren zum normalen Atem-Rhythmus wieder von selbst.


Die Entspannungs-Phase


Nach der Atem-Phase können wir uns ausruhen und Reinfühlen. Die Dauer hierfür ist individuell und geht so lange, wie wir benötigen, um mögliche seelische Themen zu verarbeiten und uns körperlich von der Anstrengung zu erholen.


Die Stärkungs-Phase


Haben wir durch das Fasten Hunger bekommen, dann können wir jetzt etwas essen. Anschließend sollten wir zur Integrations-Phase übergehen.


Die Integrations-Phase


Diese nutzen wir zur inneren Einkehr und zum Transformieren der frisch aktivierten Themen. Hierfür können wir Reinfühlen und Erlebnis-Malen.


Die Zeit danach


Ein großer Teil des Heilungs-Prozesses findet nicht während, sondern nach einer Sitzung statt. Die aktivierten Themen können sich durch psychische und psychosomatische Symptome bemerkbar machen und mit dem Reinfühlen weiter bearbeitet und transformiert werden. Auf diese Art und Weise können wir von einer einzelnen Sitzung sehr lange zehren. Erst wenn über einen längeren Zeitraum nichts Neues mehr in uns hochkommt und der Heilungs-Prozess stagniert, sollten wir über die Möglichkeit einer erneuten Atem-Meditation nachdenken.

Der Mentor

 

Wie beim Reinfühlen empfehlen wir auch bei der Atem-Meditation einen Mentor, welcher uns darauf vorbereitet und uns dabei begleitet. Siehe Angebote.